Ein Haus auf Felsen

1. BIBELVERS(E)
(Jesus sprach) „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt. Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, das stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut.
Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun der Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.
Matthäus 7,21.24-27

2. KURZ-IMPULS
Stürme, Orkane und Taifune, wir sind längst mit ihnen vertraut: vielleicht aus den Bildern der Medien oder aus eigener schmerzlicher Erfahrung. Wann immer Häuser zerstört werden, ist es eine große Katastrophe für die Bewohner.
Jesus spricht heute natürlich nicht von den Häusern, in denen wir wohnen. Er meint dich und dein „Lebenshaus“. Ist dein Haus auf festem Grund verankert oder da und dort schon im Sand beheimatet? Oder steht es gar schon in der Sperr-Zone: „Hochwasser-Gebiet, Hang-rutschgefährdet, Lawinengebiet, …“
Wenn du mehr dazu erfahren willst, dann lies weiter …

3. VERTIEFUNG
Stelle dir jetzt im Advent die Frage: Hat der „Zeit-Geist“, der „Geist der Welt“ mich schon eingeholt?
Kaufen, kaufen und in die Einkaufstempel wallfahrten – noch größere Geschenke vorbereiten – von Punschstand zu Punschstand pilgern – von der einen „Fress- und Sauf-Weihnachtsfeier“ zur nächsten – Christbäume im Garten bereits im November – Weihnachtslieder Anfang Dezember – Weihnachts-Stress ohne Ende; … „Ich will alles, und das sofort!“, hieß es vor einigen Jahren in einem Werbespot. Trifft das nicht genau das Denken und Fühlen unserer Zeit?
Aber willst du da wirklich mitmachen? Reißt dich der Sturm der Zeit da kurzerhand mit?
Heute scheint es überhaupt nicht „in“ oder „cool“ zu sein, wenn es Menschen gibt, die ihre Familie um den Adventkranz versammeln; die Lieder singen und Zeit haben, um miteinander zu reden; die den Kindern und dem Ehepartner zuhören. Da ist es ja fast weltfremd, wenn sie ab und zu nur eine einfache Mahlzeit essen oder überhaupt auf eine Mahlzeit verzichten. Fasten nennen sie das: nicht um schlanker zu werden, sondern um ihren Geist und ihre Seele auf das große Fest, auf die Geburt Jesu vorzubereiten. Und dann gehen sie auch noch zur Beichte, um wieder ganz neu zu beginnen, wo etwas zerbrochen ist.
Oder vielleicht sind sie doch nicht so dumm. Vielleicht bauen sie gerade so am Fundament ihres Lebenshauses. Denn wenn nun die Stürme des Lebens kommen in der Ehe, in der Beziehung, mit den Kindern, im Beruf oder im eigenen Herzen, dann wird an ihrem Haus zwar gerüttelt, aber es wird nicht einstürzen. Denn sie haben ihr Leben auf den Felsen „Jesus Christus“ gebaut. Und der trägt sie durch alle Stürme hindurch.

                                                                                                                                   Diakon Christoph