Im Schutz des Höchsten

1. BIBELVERS(E)
„ Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht. Er soll dich auf dem Weg schützen und dich an den Ort bringen, den ich bestimmt habe Achte auf ihn und hör auf seine Stimme! Widersetz dich ihm nicht! Er würde es nicht ertragen, wenn ihr euch auflehnt; denn in ihm ist mein Name gegenwärtig. Wenn du auf seine Stimme hörst und alles tust, was ich sage, dann werde ich der Feind deiner Feinde sein und alle in die Enge treiben, die dich bedrängen.
Exodus 23,20-22

2. KURZ-IMPULS
Früher sagte man: „Grüß Gott!“, heute sagt man: „Hallo!“. Früher sagte man: „Behüt’ dich Gott!“, heute sagt man: „Tschüss!“. Früher sagte man: „Da hattest du aber einen Schutzengel!“, heute sagt man: „Schwein gehabt!“.
Nicht mehr so ganz zeitgemäß sind sie, die von früher…
Wenn du mehr dazu erfahren willst, dann lies weiter …

3. VERTIEFUNG
Nicht mehr so ganz zeitgemäß sind sie, die von früher. Sie kennen sich oft nicht mehr aus mir Computer. MP3-Player, Megabit oder mit GPS. Sie wirken in ihren Ansichten manchmal etwas altmodisch. Sie stehen neuen Trends oft reserviert gegenüber und machen nicht bei allem mit, was gerade so läuft.
Aber vielleicht sind sie gar nicht so dumm, die von früher. Vielleicht haben sie da und dort mehr erkannt und sehen manche Zusammenhänge, die andere nicht bemerken können.
Sie erkennen, dass Gott nur ein Ziel mit uns Menschen hat: Dass wir eines Tages das ewige Leben bei ihm verbringen. Und er tut alles, damit wir dieses Ziel auch wirklich erreichen. Jedem hat er extra sogar einen Begleiter, einen Schutzengel zur Seite gestellt.

Gott schützt uns durch die Mutter Kirche. Ohne Gemeinschaft können wir nicht Christen sein. Er schützt uns durch die Sakramente der Kirche jeden einzelnen unserer Lebensabschnitte:
In der Taufe nimmt er von uns die Isolation durch die Ursünde. In der Firmung beauftragt er uns, an der Gestaltung der Welt in seinem Geist mitzuwirken. Im Sakrament der Ehe schützt er die Zerbrechlichkeit der Intimität und der Beziehung. In der Beichte nimmt er uns wieder aus dem Reich der Sünde und des Todes wieder auf als seine geliebten Kinder. In der Krankensalbung sagt er uns Linderung und Heilung unserer inneren und äußeren Wunden zu. In der Priesterweihe gibt er einzelnen von ihm Berufenen den Auftrag, andere zu ihm zu führen. Und in der Eucharistie stärkt er uns für die Bewältigung der Höhen und Tiefen des Alltags.

Er möchte uns weiters durch die Gemeinschaft der Menschen in unserer Familie beschützen, wenn auch wir bereit sind, den Frieden zu bewahren.
Und durch unseren Schutzengel schützt uns Gott besonders vor den unsichtbaren Gefahren, die unser ewiges Leben bedrohen.
Zusammenfassend sagt uns der Psalmist: Wer im Schutz des Allerhöchsten wohnt und ruht im Schatten des Allmächtigen, der sagt zum Herrn: Du bist für mich Zuflucht und Burg, mein Gott, dem ich vertraue.“ (Ps 91,1)

Danke Gott heute für deinen Schutzengel, den er dir zur Seite gestellt hat. Und bitte Gott, dass er deinen Schutzengel heute mit seiner Liebe belohnt.
Diakon Christoph