Verschiebe die Umkehr nicht

 

1. BIBELVERS(E)

„Verlass dich nicht auf deinen Reichtum und sag nicht: Ich kann es mir leisten. Folg nicht deinem Herzen und deinen Augen, um nach dem Begehren deiner Seele zu leben. Sag nicht: Wer vermag etwas gegen meine Macht? Denn der Herr rächt die Verfolgten. Sag nicht: Ich habe gesündigt, doch was ist mir geschehen? Denn der Herr hat viel Geduld. Verlass dich nicht auf die Vergebung, füge nicht Sünde an Sünde, indem du sagst: Seine Barmherzigkeit ist groß, er wird mir viele Sünden verzeihen. Denn Erbarmen ist bei ihm, aber auch Zorn, auf den Frevlern ruht sein Grimm. Zögere nicht, dich zu ihm zu bekehren, verschieb es nicht Tag um Tag! Denn sein Zorn bricht plötzlich aus, zur Zeit der Vergeltung wirst du dahingerafft. Vertrau nicht auf trügerische Schätze; sie nützen nichts am Tag des Zorns.“
Sirach 5,1-8
2. KURZ-IMPULS

Es gibt es heutzutage viele kluge Sinnsprüche, überlieferte Sprichwörter und Redewendungen. Auch in der Bibel treffen wir auf eine Sammlung zahlreicher Verse der Weisheit. Es sind das Worte, die oft Jahrhunderte lang von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Gleich zu Beginn der Fastenzeit kramt die Kirche in ihrer weisen Schatztruhe und erinnert uns in vielen biblischen Lesungen an die Vergänglichkeit des irdischen Lebens: Mensch, wie du jetzt lebst, danach wird Gott dich (vielleicht bald schon) fragen. Irdischen Reichtum, weltliche Schönheit und die Gesundheit des Körpers kannst du nicht ins Reich Gottes mitnehmen.

Wenn du mehr dazu erfahren willst, dann lies weiter …

3. VERTIEFUNG

Heute meinen viele Menschen, dass uns die Barmherzigkeit Gottes irgendwie die Rutsche in den Himmel legen würde. Wenn das stimmt, bräuchten wir es gar nicht so genau mit den Geboten Gottes nehmen. Dann würde es reichen, vor dem Torschluss noch schnell auf die Hauptstraße der Gnade abzubiegen und knapp „vor Sonnenuntergang“ noch schnell umzukehren.
Ja, unser Herz ist oft arglistig und berechnend. Es sucht oft sehr verstohlen nach dem eigenen Vorteil und ist geneigt, den bequemeren Weg zu gehen.

Der wichtigste Beitrag zur Verbesserung der Welt ist deine Umkehr!

Frag dich am Beginn der Fastenzeit: In welchem Bereich meines Lebens kann ich Jesus nicht direkt in die Augen sehen? Da nun das menschliche Herz aber arglistig ist, bitte vor dieser Frage den Heiligen Geist, dass Er dir die Augen öffne.
Warte nicht, bis die Politiker umkehren. Warte nicht, bis die Priester oder Bischöfe umkehren, auch nicht bis deine Nachbarn, Freunde oder Familienmitglieder umkehren. Das könnte lange dauern! Denn wenn du dich tatsächlich zum Herrn hinkehrst, brauchst du keine Angst vor dem Tag der Gerechtigkeit Gottes haben.
Die Muttergottes sagt in Medjugorje (25.02.2009): „… ich rufe euch von neuem auf: Geht und bekennt eure Sünden, damit die Gnade eure Herzen öffnet, und erlaubt, dass sie euch verändert.“

Es könnte natürlich sein, dass die Muttergottes damit  die anderen Menschen damit gemeint hat und nicht dich …
Aber vergiss nicht: Ein halber Christ ist ein ganzer Unsinn!
Diakon Christoph Mittermair