Von der Vergebung


1. BIBELVERS(E)

„Vielleicht werden die Leute vom Haus Juda, wenn sie hören, wie viel Unheil ich ihnen antun will, umkehren von ihrem bösen Weg, und ich kann ihnen Schuld und Sünde verzeihen.“            Jeremia 36,3

2. KURZ-IMPULS
Einige junge Menschen saßen im Restaurant an einem Tisch. Ein freundlicher Kellner kam mit der Speisekarte. Die Leute suchten herrliche Speisen und gute Getränke aus und der Kellner notierte alles. Dann nahm er die Speisekarte wieder zurück, bedankte sich und meinte, alles sei erledigt und die Gäste könnten nun wieder nach Hause gehen. Natürlich waren nun die Gäste bestürzt. Hatten sie sich doch so sehr auf das Essen gefreut.
Eine ungewöhnliche Geschichte? Wenn du mehr dazu erfahren willst, was sie mit dem heutigen Bibelvers zu tun hat, dann lies weiter …

3. VERTIEFUNG
In der Wirklichkeit wird so etwas vermutlich kaum vorkommen. Oder vielleicht doch?
Viele Menschen leben dahin, genießen das Leben und laufen für Geld, Wohnung, Auto, Urlaub und Luxus. Sie “bestellen“ ständig das Beste für sich und erfreuen sich auch daran. Gleichzeitig legen sie langsam den Glauben ab wie einen alten Mantel, den man nicht mehr braucht. Und viele scheinen auch alles zu bekommen, was sie wollen. Der Preis dafür aber ist sehr hoch. Denn wenn das Gebet in ihrem Leben weniger wird, nimmt auch das Feingefühl für die eigenen Fehler und Sünden ab.
Damit aber beginnt das Unheil. Gott überlässt dann den Menschen seinen eigenen Plänen. Und nun bleiben der Friede und der Segen aus. Es ist, als würde Gott die Speisekarte wegräumen und sagen: Du kannst nach Hause gehen und deine eigen Pläne weiter verfolgen.
Vielleicht spürst du in dir schon lange, dass sich in deinem Leben etwas ändern sollte. Vielleicht sehnst du dich nach dem Frieden im Herzen, nach dem Frieden in deiner Ehe und in deiner Familie. Doch du weißt nicht, woran es liegt, dass dieser fehlt.
Manche Menschen haben irgendwann begonnen, die anderen für geringer zu halten als sich selbst. So werden sie ärgerlich, dass die anderen das nicht einsehen können. Wenn man beginnt, an die eigene Wichtigkeit zu denken, dann lässt man den Stolz überhand gewinnen. Und dieser verschließt dann das Herz für die Liebe. Das bringt nichts als Schwierigkeiten.
Ich frage mich, ob du überlegen solltest, wo du schuldig geworden bist, wo du ohne Gott unterwegs warst mit deinen eigenen Plänen.
Vielleicht möchtest du zu Jesus sagen: „Herr vergib mir. Ich möchte umkehren und neu beginnen!“ Dann sagt dir Jesus: „Natürlich vergebe ich dir. Doch du musst mir zuerst sagen, was ich dir vergeben muss.“
Viele Menschen sehen zwar ihre Sünden, aber sie fahren fort, sie zu begehen. Jesus gibt dir die Möglichkeit, auf deine Fehler zu schauen und sie dann zuzugeben. Jetzt kann er dir vergeben. Wenn du die eigenen Fehler siehst, dann kannst du Gott auch bitten, dass es dir gelinge, mit diesen Fehlern aufzuhören. Er wartet darauf, dir zu helfen.

                                                                                                                                                                                   Diakon Christoph